Dienstag, 10. Februar 2015

Fintech-Depot: Die erste Monatsbilanz

Einen Start nach Maß hat unser beispielhaftes Fintech-Depot im ersten Monat seines Bestehens geschafft. Haussierende Aktienmärkte im Januar haben der Performance einen grundlegenden Schub gegeben - und auch die schwache Wertentwicklung gerade bei einigen kurzfristigen Trading-Strategien locker kompensiert. Das Gesamtplus nach einem Monat liegt bei 3,6 Prozent. Zur detaillierten Depot-Aufstellung siehe die Tabelle am Ende des Beitrags.


(An dieser Stelle sei noch einmal bemerkt, dass hier keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten gegeben, sondern nur die Wertentwicklung eines gedachten Portfolios beobachtet wird, das ein Anleger mit Hilfe neuer Möglichkeiten am Finanzmarkt nutzen kann)

Indexfonds bilden solide Basis

Zur Depot-Entwicklung positiv beigetragen hat maßgeblich die bewusste Gewichtung einzelner Anlageinstrumente. (Aufbau des Fintech-Depots). Passive Indexfonds die über Anlageklassen und Regionen hinweg diversifizieren, bilden den Sockel des Portfolios. 20 Prozent werden dabei dem Weltportfolio 50 von justETF zugeordnet, das aus 5 Einzel-ETFs mit durchschnittlichen Kostenbelastungen von rund 0,3 Prozent p.a. auskommt. Das Portfolio gewann im Januar 3,76 Prozent an Wert. Der 10prozentige Rohstoff-Anteil dürfte hier dafür verantwortlich sein, dass der Zuwachs nicht noch größer war. (Hintergrund zu justETF)

Ebenfalls mit 20 Prozent beispielhafter Gewichtung sorgt der ETF-Dachfonds easyfolio 30 für ein zweites Standbein des Depots. Der Fonds, der zu 70 Prozent in Anleihen weltweit mit einem Schwerpunkt bei kurzlaufenden Anleihen investiert, hat im Januar um 4,23 Prozent an Wert zugelegt, die Kostenquote liegt hier bei 0,99 Prozent (Hintergrund zu easyfolio)

Aktienfonds als Depotturbo

Neben breit aufgestellten Index-Produkten, die auch über mehrere Anlageklassen diversifizieren, setzt das Fintech-Depot aktiv mit weiteren Depotanteilen auf den Aktienmarkt, der für viele Investoren mehr denn je als "Rettung" aus einer Zinsfalle (s. dazu auch das jüngst erschienene Buch von Fondsmanager Eckhard Sauren) erscheint.

Die beste Teilperformance im Januar erreichte mit dem DWS Deutschland ein aktiv gemanagter Fonds, den wir allerdings über die Social-Trading-Plattform moneymeets mit 10 Prozent Anteil ins Portfolio aufgenommen haben. Hierdurch entfällt der Ausgabeaufschlag, zusätzlich winkt ein "Kickback" in Form einer teilweisen Rückerstattung der Innenprovision. Der Fonds hat durch die gezielte Übergewichtung von Dax-Schwergewichten wie BASF, Bayer oder Daimler im Januar 10,27 Prozent Plus verbucht und damit den Dax deutlich outperformt. (Hintergrund zu moneymeets).

In etwa auf der Höhe des Dax' hat sich der Intelligent Recommendations Fonds gehalten, der auf den Empfehlungen der gleichnamigen Plattform beruht - ein Plus von 7,24 Prozent. Der Fonds ist ebenfalls mit 10 Prozent gewichtet. Die Auswertungs-Algorithmen von Fondsinitiator Corvin Schmoller haben zuletzt Aktien von internationalen Großkonzernen wie Apple, Nestlé oder auch BASF als Top-Holdings ausfindig gemacht. (Hintergrund zu Intelligent Recommendations)

Social Trader mit Licht und Schatten

Eher durchwachsen war im Auftaktmonat die Performance der Social-Trading-Strategien im Portfolio, die insgesamt mit 20 Prozent gewichtet sind. ayondo Trader Patternicus verbuchte einen Verlust von 10,99 Prozent, das Handelssystem von Christian Fahrner, Top-Trader bei eToro landete sogar 16,08 Prozent im Minus. Beide kamen mit den teilweise abrupten Schwankungen an den Aktienmärkten nicht zurecht. Besser machte es Söhnke Schmidt, der mit seiner Devisenstrategie auf United-Signals 0,46 Prozent einbüßte. Ralf Werner schließlich konnte mit seinem Wikifolio marktkonforme 4,91 Prozent gewinnen. (Hintergrund zu den Social Tradern)

Soziale Netzwerke, rentierlich gefiltert

Erfreulich wiederum die Erkenntnis, dass die intelligente Auswertung der Anlegerstimmung in den sozialen Netzwerken, wie sie das Unternehmen Stockpulse aus Köln vornimmt, auch als Handelssystem funktioniert. Im Januar landete die Long-Short-Strategie im Aktienmarkt des "Sentiment-Trader", die Stockpulse von einer Vermögensverwaltung dokumentieren lässt und die per Börsenbrief abonnierbar ist, mit 9,1 Prozent im Plus. (Hintergrund zu Stockpulse)

Stein auf Stein mit der Crowd

Der Crowdinvesting-Anteil, hier haben wir in das Middendorf Haus in Hamburg über die Plattform Bergfürst investiert, bleibt bei seinem Wert auf dem Ausgangsniveau. Die Aussschüttung des jährlichen Zinssatzes von 3,5 Prozent wird nach dem Zinstermin in der Performance vermerkt. Auch beim Handel der Genussscheine auf der Handelsplattform von Bergfürst ist der Wert bislang unverändert.

Das Fintech Depot Ende Januar 2015

Indexfonds Startkapital Performance seit 1.1.2015 Aktueller Wert
JustETF Weltportfolio 20000 3,76% 20752
Easyfolio 30 20000 4,23% 20846
Aktienfonds





DWS Deutschland 10000 10,27% 11027
Intelligent Recommendations 10000 7,24% 10724
Social Trader





Ayondo 5000 -10,99% 4450,5
Wikifolio 5000 4,91% 5245,5
United Signals 5000 -0,46% 4977
Etoro 5000 -16,08% 4670
Social Media Analytics





Stockpulse 10000 9,10% 10910
Crowdinvesting





Bergfürst 10000 0,00% 10000
Gesamtwert 100000 3,60% 103602



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