Mittwoch, 11. März 2015

Fintech Depot: Weiter aufwärts im Februar

Auch den zweiten Monat seines Bestehens kann das Fintech Depot mit Zuwächsen abschließen. Dax & Co. auf Rekordniveaus - das verhilft vor allem den Aktienanteilen im Depot zu enormen Kurssteigerungen. Allerdings musste erneut eine eher enttäuschende Zwischenbilanz bei zwei Social-Trading-Strategien abgepuffert werden. Das Gesamtplus nach zwei Monaten liegt bei 4,8 Prozent. Zur detaillierten Depot-Aufstellung siehe die Tabelle am Ende des Beitrags.



(An dieser Stelle sei noch einmal bemerkt, dass hier keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten gegeben, sondern nur die Wertentwicklung eines gedachten Portfolios beobachtet wird, das ein Anleger mit Hilfe neuer Möglichkeiten am Finanzmarkt nutzen kann)

Indexfonds laufen wie am Schnürchen

Fast schon eine durchschnittliche Jahresperformance haben die hoch gewichteten Indexfonds als solides Depot-Fundament erreicht. (Aufbau des Fintech-Depots). 20 Prozent werden dabei dem Weltportfolio 50 von justETF zugeordnet, das aus 5 Einzel-ETFs mit durchschnittlichen Kostenbelastungen von rund 0,3 Prozent p.a. auskommt. Das Portfolio gewann seit Jahresbeginn 6,0 Prozent an Wert. Die Aktienanteile glichen hier die weiter am Boden liegenden Rohstoff-Preise mehr als aus. (Hintergrund zu justETF)

Ebenfalls mit 20 Prozent beispielhafter Gewichtung erfüllt der ETF-Dachfonds easyfolio 30 seine Rolle als zweites Standbein des Depots. Der Fonds ist zu 70 Prozent in Anleihen weltweit mit einem Schwerpunkt bei kurzlaufenden Anleihen investiert. 30 Prozent entfallen auf Aktien-ETFs, die dem gesamten Fonds seit 1.1.2015 ein Plus von 6,11 Prozent beschert haben. Die Kostenquote liegt hier bei 0,90 Prozent (Hintergrund zu easyfolio)

Aktienfonds in der EZB-Hausse

Ungebremst aufwärts drängten auch im Februar die beiden reinen Aktienfonds im Depot. Zu Beginn des Anleihen-Kaufprogramms durch die EZB erscheint der Aktienmarkt vor allem in Euroland ein rettendes Ufer für viele Investoren zu sein.

Die beste Teilperformance im Januar erreichte erneut der DWS Deutschland, ein aktiv gemanagter Fonds, den wir allerdings über die Social-Trading-Plattform moneymeets mit 10 Prozent Anteil ins Portfolio aufgenommen haben. Hierdurch entfällt der Ausgabeaufschlag, zusätzlich winkt ein "Kickback" in Form einer teilweisen Rückerstattung der Innenprovision. Der Fonds hat derzeit Bayer, Daimler und Siemens hoch gewichtet, eine richtige Entscheidung, wie die Performance der vergangenen Wochen gezeigt hat. Seit Jahresbeginn liegt die Wertentwicklung per Ende Februar bei  18,35 Prozent, den Dax hat der Fonds erneut deutlich hinter sich gelassen. (Hintergrund zu moneymeets).

Ähnlich gut wie der Dax hat sich wieder der Intelligent Recommendations Fonds gehalten, der auf den Empfehlungen der gleichnamigen Plattform beruht - ein Plus von 10,73 Prozent stand zum Ende Februar auf der Habenseite. Der Fonds ist ebenfalls mit 10 Prozent gewichtet. Die Auswertungs-Algorithmen von Fondsinitiator Corvin Schmoller sorgen dafür, dass die Aktien von internationalen Großkonzernen wie Apple, Nestlé oder auch BASF weiter als Top-Holdings gehalten werden. (Hintergrund zu Intelligent Recommendations)

Zwei Social Trader machen Sorgen

Aus der Reihe der positiven Wertentwicklungen fallen auch Ende Februar zwei Social-Trading-Strategien im Portfolio heraus. Der Bereich Social Trading ist insgesamt mit 20 Prozent gewichtet sind. ayondo Trader Patternicus bekam auch im Februar nicht die Kurve aus seinem Drawdown, er verbucht seit Jahresbeginn einen Verlust von 12,38 Prozent. Auch das Handelssystem von Christian Fahrner, Top-Trader bei eToro, kommt mit den heftigen Aufwärtsbewegungen am Aktienmarkt nicht zurecht. Fahrner liegt inzwischen 25,9 Prozent im Minus. Sehr erfreulich dagegen, dass Söhnke Schmidt, mit seiner Devisenstrategie auf United-Signals kleine Verlust zu Jahresbeginn wegstecken konnte und nun sogar 5,24 Prozent in der Gewinnzone liegt. Ralf Werner schließlich konnte mit seinem Wikifolio weiter wie der Gesamtmarkt zulegen - inzwischen auf 8,49 Prozent. (Hintergrund zu den Social Tradern)

Netzwerke mit leichter Sentiment-Störung

Das Hü und Hott bei Dax & Co in den vergangenen Wochen sorgte beim Handelssystem von Stockpulse für leichte Verluste im Februar. Stockpulse aus Köln wertet Anlegerstimmungen in den sozialen Netzwerken aus und filtert daraus Trading-Entscheidungen. Die Long-Short-Strategie im Aktienmarkt des "Sentiment-Trader", die Stockpulse von einer Vermögensverwaltung dokumentieren lässt und die per Börsenbrief abonnierbar ist, mit liegt aber seit Jahresanfang noch 7,3 Prozent im Plus. (Hintergrund zu Stockpulse)

Neo-Investing in Immobilie

Der Crowdinvesting-Anteil, hier haben wir in das Middendorf Haus in Hamburg über die Plattform Bergfürst investiert, bleibt bei seinem Wert auf dem Ausgangsniveau. Die Aussschüttung des jährlichen Zinssatzes von 3,5 Prozent wird nach dem Zinstermin in der Performance vermerkt. Auch beim Handel der Genussscheine auf der Handelsplattform von Bergfürst ist der Wert bislang unverändert.

Das Fintech Depot Ende Februar 2015



StartkapitalPerformance seit 1.1.2015Aktueller Wert
JustETF Weltportfolio200006,0%21200
Easyfolio 30200006,11%21222
Aktienfonds





DWS Deutschland1000018,35%11835
Intelligent Recommendations     1000010,73%11073
Social Trader





Ayondo5000-12,38%4381
Wikifolio50008,49%5425
United Signals50005,24%5262
Etoro5000-25,9%3705
Social Media Analytics





Stockpulse100009,10%10713
Crowdinvesting





Bergfürst100000,00%10000
Gesamtwert1000004,82%104816



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